NLP und die Struktur emotionaler Prozesse

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Um die Leistungen herausragender Psychotherapeuten reproduzierbar zu machen, wählten Bandler und Grinder den Weg, (non)verbale Verhaltensstrategien zu modellieren. Menschenbild und psychodynamisches Grundverständnis der Vorbilder wurden getilgt. Stattdessen wurde NLP als ein nur lose durch „nützliche Vorannahmen“ verknüpftes Set an ressourcenstärkenden „Tools“ konzipiert.

Die zentrale Rolle der Emotionsregulation für Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Erleben und Verhalten wurde im klassischen NLP daher ebensowenig verstanden wie NLP-spezifische Methoden zur Diagnostik und Veränderung unbewußter emotionssteuernder Prozesse bereitgestellt wurden.

Langjährige klinische Erfahrungen mit psychiatrisierter Klientel ergab, daß die bloße Stärkung von Bewältigungsstrategien nicht zur Auflösung der Störungsbilder führt. Hierfür ist ein NLP-spezifisches Verständnis psychodynamischer Prozesse vonnöten. Damit läßt sich ein Großteil „psychischer Störungen“ im Rahmen von Modellen verstehen, die auch das „normale“ Erleben und Verhalten plausibel abbilden. Daraus wiederum können stringent Veränderungsmethoden abgeleitet werden. In dem theorieorientierten Vortrag werden grundlegende Überlegungen hierzu vorgestellt.

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